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Sassi von Matera


Die Sassi sind Höhlensiedlungen in der Altstadt Materas, die in Tuffstein ausgehöhlt wurden. Diese Wohnungen im Flusstal von Gravina wurden zu einem stark verzweigten Komplex von unterirdischen Räumlichkeiten ausgebaut. Die Sassi wurden 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die eleganten Gebäude nachbarlich den unterirdischen Labyrinthen und Höhlen machen eine einzigartige Landschaft. Was früher das Viertel der Bauersleute war, wirkt heute pittoresk. Die Sassi werden restauriert und in die Szene gesetzt. Jetzt benehmen sie den Atem, vor allem abends mit der Lichter von Häuser, wenn sie sich wie eine echte Krippe zeigen. Die Sassi wurden auf dem Hügel der Civita errichtet und bestehen aus zwei großen Stadtteilen: Sasso Barisano und Sasso Caveoso.

Park der Murgia von Matera


Der regionale archäologische-historische Naturpark der Felsenkirchen von Matera, einfach gesagt, Park der Murgia von Matera, stellt eine der spektakulärsten Felsenlandschaften von Italien dar und die antike Beziehung zwischen Mensch und Natur bezeugt. Man hat die Murgia seit prähistorischen Zeiten besiedelt. Es gibt die Stallungen der Altsteinzeit (Grotta dei Pipistrelli – „Fledermaushöhle“) und des Neolithikums (Dorf von Murgecchia, Murgia Timone und Trasanello). Die überhängenden vertikalen Felswände und eine üppige Vegetation des Parks bestimmen die Naturverhältnisse für seltenen Vögelarten. Dazu gehört der Rötelfalke (falco naumanni), einer der wichtigsten europäischen Arten. Im Dialekt von Matera wird er „Striscignl“ genannt. Dieser Name ist lautmalend und klingt wie das Zwitscher des Rötelfalkes. Man nennt ihn auch einen Falke in Miniatur. Der Rötelfalke ist ein kleiner wandernder Falke, der aus Südafrika Anfang März / Ende April anfliegt. Er nistet meistens zwischen den Dachziegeln, in den Löcher der Wänden oder auf den Simsen der Gebäude und der Kirchen von der Altstadt und der Sassi. Man hat ca 1.000 Rötelfalke-Paare in Matera gezählt. Die Nahrung des Rötelfalkes besteht aus Insekten, wie Heuschrecken, Schmetterlinge, Käfer und Grillen. Nach der Vermehrung im August / Oktober fliegen sie weg.

Das Schloss Tramontano


Anfang 16. Jahrhunderts nahm der Graf von Matera Gian Carlo Tramontano den Bau eines Schlosses in Angriff. Das Schloss im aragonesischen Stil wurde entworfen, um die exponierten Grenzen der Stadt zu verteidigen. Nach Entwurf sollte es drei Wachtürme und eine Stadtmauer mit zwölf Schutztürmen enthalten, aber wegen Ermordung des Grafen am 29. Dezember 1514 während eines gewaltsamen Volksaufstandes blieb es unvollendet. Größe Baukosten in Höhe von über 25.000 Dukaten und die jämmerliche Bezahlung von sechs Soldo am Tag führten dazu, dass die Bewohner Materas der Bedrückung ein Ende gesetzt haben. An dieses Ereignis erinnert der Wahlspruch im Stadtwappen: „Bos lassus firmius figit pedem“, (der müde Stier tritt mit der Pfote noch fester auf), der zeugt davon, dass sogar friedliebende Menschen rebellieren können, wenn sie der Bedrückung müde sind.

Piazza Vittorio Veneto


Der Platz wurde früher die Piazza del Plebiscito (der Wahlplatz) genannt und war auch als „piazza della Fontana“ (der Brunnenplatz) bekannt, denn es gibt den großen Brunnen „Fontana Ferdinandea“, der im Jahr 1832 konstruiert wurde, um vom Burgberg „De Montigny“ ankommendes Wasser zu sammeln.

- Fontana Ferdinandea (der Brunnen von Ferdinand) wurde von König Ferdinand II von Bourbon im Jahre 1832 restauriert. Ursprünglich befand sich der Brunnen am Fuße des Burgberges, um das vom Gebirge ankommenden Wasser zu sammeln. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er nicht mehr und wurde in den Stadtpark verlagert. Im April 2009 wurde der Brunnen in seine ursprünglichen Lage an der Piazza Vittorio Veneto wieder zurückgebracht.
- Palazzo dell’Annunziata (Verkündigung Palast) ist ein Palast, der sich seit dem 18. Jahrhundert an der Piazza Vittorio Veneto befindet. Zuerst wohnten hier die Dominikanerinnen des Klosters, im Jahr 1865 wurde der Palast als Gerichtshalle und später als Mittelschule umgesetzt. Der Hauptplatz von Matera wird vom Palast dominiert, der die Medien- und die Landesbibliothek, sowie das Stadtkino heute umfasst.
- Hypogäum der Piazza Vittorio Veneto befindet sich unter dem Hauptplatz der Stadt und ist seit einigen Jahren für Besucher eröffnet. Es besteht aus zahlreichen unterirdische Umgebungen und enthaltet auch eine alte Zisterne, die so genannte Palombaro lungo, und einen Turm, der ein Teil der Mauern des Schlosses Tramontano wurde.
- Die lange Palombaro ist ein riesiges Wasserreservoir unter der Piazza Vittorio Veneto. Es umfasst einige Abschnitte, die vor dreitausend Jahren gebaut wurden, während die jüngste Bestandteile im 18. Jahrhundert errichtet wurden.

Kathedrale della Madonna della Bruna e di St. Eustachius


Die Kathedrale im Stil der apulischen Romanik wurde im XIII Jahrhundert auf dem Gipfel der Civita im ältesten Viertel der Sassi gebaut. Sie ist das wichtigste Gotteshaus von Matera und auch die Mutterkirche der Erzdiözese Matera-Irsina. Die ist eine ausgezeichnete Verbindung der Kunst und Religion, in der Tat, kann man darinnen die majestätischen Fresken und zierlichen Dekorationen, sowie zahlreiche Altäre bewundern, die aristokratische Oberschicht benutzte, um die Riten darzubringen. Während der Ausgrabung in der Kathedrale wurden zwei Kapellen mit feinen Fresken entdeckt, die zusätzlichen Wert zu diesem eindrucksvollen und großartigen Baudenkmal geschaffen haben.

Lo Strappo del Carro della Bruna (die Zerstörung des Wagens von Madonna della Bruna)


Es gibt verschiedenen Legenden über die Entstehung dieses Festes. Ein Sage berichtet von einem Mann, der auf seinem Weg zurück in die Stadt eine junge Frau auf seinem Karren mitgenommen hatte. Kurz vor dem Stadttor wollten sie sich verabschieden, wenn die Frau in eine Statue der Allreinen Jungfrau sich verwandelt hat, die dem Mann geflüstert hat „Genau so, auf einem Festwagen, möchte ich jedes Jahr in meine Stadt einfahren.“ In dieser Weise feiert man in Matera jedes Jahr am 2. Juli das Fest der Stadtpatronin Maria della Bruna. Die Statue der Madonna wird auf Triumphwagen in der Prozession am Nachmittag entlang der vollen mit Gläubigen Straßen begleitet. Am Abend macht sich der Festwagen auf den Weg zum Platz der Kathedrale und dort beschreibt er „drei Runden“, als Zeichen dafür, dass die heilige Patronin die Stadt in ihren Schütz nimmt. Die Statue wird dann in die Kathedrale vom Erzbischof gebracht. Nach den Runden wird der Wagen von den „Reitern“ zur Piazza Vittorio Veneto begleitet und der Volksmenge weggegeben. Denn jetzt beginnt der wüste Teil des festes „lo strazzo“ (die Zerstörung des Wagens). Der Wagen wird von allen Seiten attackiert und förmlich auseinandergerissen, denn man glaubt, dass die erbeuteten Teile des Karrens Glück bringen.